DCH–S160 mydlink Wi-Fi Water Sensor | Smart Home

Mit dem recht umständlich als „DCH–S160 mydlink Wi-Fi Water Sensor“ bezeichneten Wasser- und Feuchtigkeitssensor von D-Link haben wir ein großartiges Smart Home-Gadget mit toller Smartphone-Anbindung, hohem Komfortgedanken und praktischen Sicherheitsnutzen entdeckt. Deshalb haben wir uns das kleine Prachtstück aus der D-Link-eigenen Smart Home-Werkstatt genauer angeschaut und erzählen euch von den Vor- sowie Nachteilen des kleinen intelligenten Nützlings.


D-Link, ein großer Hersteller von Signaltechnik, hat es mit einer eigenen Smart Home-Palette weit gebracht. Mitunter jüngster Neuankömmling ist der Wasser- und Feuchtigkeitssensor aus der mydlink Home-Serie, der als ein weiteres Bauteil des intelligenten Zuhauses an den Start geht und durch Einfühlungsvermögen überzeugen soll. Einfühlungsvermögen deshalb, weil der kleine Smart Home-Sensor selbst feine Wassertröpfchen wahrnehmen und dem Haus- oder Wohnungsbesitzer in kürzester Zeit bei einem Wasserschaden warnen kann. Doch hält der mydlink Home Water Sensor was er verspricht?

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Unboxing und Lieferumfang

Der Wassersensor für das intelligente Zuhause ist für stolze 57,99 Euro (aktuell auf Amazon) erhältlich und damit alles andere als billig. Wie schnell sich ein Wasserschaden im heimischen Zuhause jedoch zu einer finanziellen Katastrophe entwickeln kann, lässt sich für die meisten nur erahnen. Egal ob Mietbewohner oder Eigenheimbesitzer: Sicherheitsfeatures im heimischen Zuhause können sich lohnen, sofern zeit- und kostenintensive Schäden verhindert werden können. Der mydlink Home Water Sensor eignet sich nicht nur in der Nähe von Waschmaschinen oder sanitären Anlagen im Zuhause, sondern auch für alle Aquarien-Freunde oder Wasserbett-Schläfer. Er soll Wasserlecks aufspüren und durch WLAN-Anbindung eine Nachricht an ein beliebiges Smartphone senden. Ein integrierter akustischer Alarm soll neben einer Email-Benachrichtigung ebenfalls über Wasserlecks informieren.

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Für die auf den ersten Blick hohen Kosten bekommt man einen Wassersensor im Gadget-Format geliefert, der sich in einer stabilen und modernen Pappschachtel befindet. Auf der Pappschachtel finden sich eine Abbildung zur Installation, diverse Abbildungen und technische Daten sowie Produktbeschreibungen in allerhand Sprachen. Im inneren der Pappschachtel verbergen sich Wassersensor und ein doppelter Boden, wobei letzterer die einzelnen Zubehörteile umfasst. D-Link legt dem Wassersensor zwei Kabel mit einer Länge von jeweils 0,5 Metern (Sensorkabel) sowie einem Meter (Verlängerungskabel) bei. Bei den Anschlüssen handelt es sich um herkömmliche RJ-Steckverbindungen, die bei den meisten Telekommunikationsverkabelungen zum Standard gehören und zuverlässig arbeiten. Außerdem gibts kleine Führungen für die Kabel (3 Stück), die durch 3M-Klebeband an Metall-, Plastik- und Holzoberflächen, Fließen, Tapeten, Laminat, Parkett und sogar Putz befestigt werden können. Ansonsten umfasst der Lieferumfang hinsichtlich Zubehör nur noch verschiedene Dokumente und eine Quick Install Card, wobei die Quick Install Card Auskunft über den entsprechenden PIN-Code des Wassersensors gibt und durch einen Barcode auf die kostenlos erhältliche App hinweist.

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Smartphone-App „mydlink Home“

Vor der Installation des D-Link mydlink Wi-Fi Water Sensors muss man sich die kostenlose App namens „mydlink Home“ im Apple App Store (iOS-Geräte) oder Google Play Store (Android-Geräte) herunterladen. Dieser Schritt ist unumgänglich, denn nur so funktioniert der Wasser-Sensor überhaupt und das System kann seine vollen Stärken ausspielen. Schade ist, dass eine Registrierung ebenfalls unumgänglich ist – D-Link verlangt für die Nutzung des Wassersensors sowie die Übermittlung der Daten innerhalb der kostenlosen Cloud den Vornamen, den Nachnamen, die Email-Adresse, ein beliebiges Passwort sowie das entsprechende Einsatzland vom Benutzer. Nach Akzeptieren der AGBs ist die Registrierung schnell abgeschlossen. Spam braucht man allerdings nicht erwarten – nach einer mehr als vierwöchigen Testzeit haben wir bis auf die Registrierungsbestätigung keine Spam- oder Werbeemails erhalten. Nach Anmeldung der App kommt der Benutzer in den Genuss einer funktionalen App, die in puncto Design einen gewöhnlichen Eindruck erweckt und die wichtigsten Funktionen in übersichtlichen Anordnungen listet. Die mydlink Home-App wird übrigens auch zur Steuerung von Lichtern, Ventilatoren und anderen angeschlossenen Geräten verwendet.

Installation und Setup

Zunächst sollte man ein neues Gerät hinzufügen – in unserem Fall der D-Link mydlink Wi-Fi Water Sensor. Um das Gerät nicht aus einer Liste heraussuchen zu müssen, reicht ein einfacher Scan mit dem in der App integrierten QR-Scanner. Mit diesem Scanner wird der QR-Code auf der kleinen Konfigurationskarte gescannt, um das Gerät einzurichten. Wer den QR-Code nicht scannen möchte oder wegen einer defekten Smartphone-Kamera nicht scannen kann, kann auch ein manuelles Setup vornehmen. Dann muss man in der entsprechenden Gruppierung das jeweils vorhandene Smart Home-Gerät von D-Link auswählen – es stehen Smart Plugs, Hubs, Sensoren, Sirenenalarme sowie Netzwerkkameras zur Verfügung. In unserem Fall wählen wir „Sensor“ und anschließend DCH-S160 aus – das ist der Produktcode für unseren Wassersensor (zu finden auf der Produktverpackung). Anschließend wird der Wassersensor im Rahmen des Hardware-Setups eingeschaltet und das Sensorkabel wahlweise mit oder ohne Verlängerung eingesteckt. Nun wartet man, bis die LEDs des Wassersensors orange blinken und das Setup wahlweise mit WPS per Knopfdruck auf dem Router oder dem manuellen Einrichtungsverfahren fortgesetzt werden kann. Wir wählen die manuelle Variante, da viele WLAN-Router das so genannte WPS-Verfahren nicht unterstützen oder die Funktion in den Router-Einstellungen deaktiviert ist. Beim manuellen Verfahren muss man die App schließen und die Netzwerkeinstellungen des Mobilgeräts aufrufen. In der Liste der verfügbaren WLAN-Netzwerke der näheren Umgebung taucht schließlich ein Netzwerk mit dem Namen „DCH-S160-XXXX“ auf. Nach Auswahl des Netzwerks wechselt man wieder in die App zurück und wartet auf die nächste Installationsanweisung. Anschließend wird der PIN-Code für den D-Link Wassersensor eingegeben, der sich auf der zum Lieferumfang gehörenden Konfigurationskarte befindet. Ist der Code richtig eingegeben, muss man nur noch das entsprechende Heimnetzwerk sowie WLAN-Passwort eingeben. Nun wechselt man wieder ins Heimnetz und voilà! – der Wassersensor ist gekoppelt und fast fertig eingerichtet. Danach muss man noch Zeitzone einstellen, dem Gerät einen Namen hinzufügen (z.B. Sensor Waschmaschine) und die Einrichtung bzw. Installation des Systems fertigstellen.

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Zuverlässigkeit und Funktionsweise

IMG_0282Die Funktionsvielfalt des Wassersensors beschränkt sich – was in der Natur der Sache liegt – auf das Erkennen von Wasserlecks und Feuchtigkeit. Mit Feuchtigkeit ist jedoch direkter Wasserkontakt gemeint – feuchte Wände kann der Wassersensor nicht entdecken. Es ist empfehlenswert, den Kontakt des Wassersensors immer am Boden zu positionieren, etwa in der unmittelbaren Umgebung von Zuläufen und Abläufen. Egal ob unter der Spüle, unter dem Wasserbett, in der Nähe eines Wasserboilers, im Bad, in der Nähe von Spülmaschinen sowie hinter der Waschmaschine oder in der Nähe eines Aquariums: Der Wassersensor konnte in unserem Test durch Zuverlässigkeit und viele Einsatzgebiete punkten. Trotzdem hätten wir uns etwas mehr Individualität beim Einstellen der Nachrichten gewünscht – etwa das separate Einstellen von Push-Benachrichtungen oder das alleinige Einstellen von Email-Benachrichtigungen. Unter Umständen wird so eine Funktion durch ein Software- bzw. Firmware-Update irgendwann nachgereicht. In jedem Fall sollte man die Funktionsweise des Wassersensors bei der Installation testen (z.B. durch ein Glas Wasser), um auf Nummer sicher zu gehen. Wir haben verschiedene Flüssigkeiten – egal ob kalt oder warm – ausprobiert oder der Wassersensor konnte alle zuverlässig erkennen. Toll ist neben der Push-Benachrichtigung außerhalb des heimischen Netzwerks (mobile Internetverbindung) durch den Cloud-Service die Erweiterbarkeit des Wassersensors – etwa bei Montage einer zusätzlichen Sirene (DCH-S220) oder einem Monitor (DCS-5010L). Im Großen und Ganzen macht der Wassersensor von D-Link was er soll: Er warnt bei Kontakt mit Wasser und kann größere Wasserschäden in einem Haus oder einer Wohnung durch frühzeitige Warnung verhindern. Undichte Zu- und Abläufe können kontrolliert werden, so dass sich selbst die hohen Kosten für den Wassersensor unter Umständen lohnen könnten.

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Testbericht

DCH–S160 mydlink Wi-Fi Water Sensor

8 Punktzahl

"Der D-Link Wi-Fi Water Sensor aus dem mydlink-Sortiment ist eine perfekte Ergänzung für jede Wohnung und jedes Haus. Eine teure Bridge ist nicht notwendig – der Feuchtigkeitssensor kann auch einzeln benutzt werden und bietet selbst Smart Home-Einsteigern einen deutlichen Sicherheitsgewinn. Das Design ist unauffällig, die Installation einfach und die App ist übersichtlich. Nur die Funktionsvielfalt ist ebenso wie die Individualität beim Auswählen der Warnfunktionen auf der Strecke geblieben. Der Preis ist happig – trotzdem überzeugt der Wasser-Sensor von D-Link auf ganzer Linie."

Wo kaufen:

Vorteile

  • Hochwertiges, funktionales Design
  • Hohe Produktqualität
  • Arbeitet sehr zuverlässig
  • Installationsanleitung in der kostenlosen App
  • einfache Installation
  • mit Verlängerungskabel
  • mit LED-Warner
  • Auf Wunsch kombinierbar mit anderen Smart Home-Geräten der mydlink-Serie
  • Benachrichtigungen via Push-Benachrichtigung
  • Benachrichtigung auch via Email
  • WPA/WPA2 geschützter Zugang
  • Push-Benachrichtigungen auch außerhalb vom WLAN-Netz (z.B. mobile Internetverbindung)
  • WPS gestützte Installation mit hohem Komfort
  • Keine Gebühren für Cloud-Service

Nachteile

  • recht hoher Preis
  • integrierter Warner (akustisch) ziemlich leise
  • Warnfunktionen nicht individuell einstellbar
  • nur 802.11 n/g/b Standard
  • abhängig von Routerverbindung

Bewertung

  • Design und Produktqualität 90%
  • Nutzen / Einsatzgebiete 100%
  • Lieferumfang 90%
  • Zubehör und weitere Anbindung 70%
  • Installation / Montage 80%
  • Funktionsvielfalt 50%
Chris Westphal