Ricoh Theta m15 | 360-Grad-Kamera

Die Ricoh Theta m15 ist eine 360-Grad-Actionkamera und erlaubt spektakuläre Aufnahmen samt Rundum-Blick. Im Gegensatz zur Kodak PIXPRO SP360 verfügt die Ricoh Theta M15 über zwei Optiken, so dass vollsphärische 360-Grad-Aufnahmen auf Knopfdruck möglich sind.


Schickes, praktikables und dennoch außergewöhnliches Design: Die Ricoh Theta m15 verfügt frontseitig über einen einzigen Auslöse-Knopf und ist mit Abmessungen von 44 (B) x 130 (H) x 22,9 (T) Millimetern sowie einem Gewicht von nur 95 Gramm puristisch und praktikabel zugleich. Wahlweise gibt es den Schönling unter den 360-Grad-Actionkameras in weiß, pink, gelb und blau. An der Seite verfügt die Theta m15 über eine Betriebsleuchte sowie eine Wireless-Leuchte. Passend dazu gibt es eine Ein- und Ausschalt-Taste für den Betriebszustand des Geräts sowie eine Taste zum Aktivieren und Deaktivieren der Wireless-Funktion. Am Front- und Heckpanel verfügt die 360-Grad-Kamera jeweils über eine Linse. Bauartbedingt sind die Linsen – je nachdem, auf welche Seite man das Gerät legt – extrem kratzanfällig. Hier wären Objektiv-Deckel oder andere Schutzmechanismen  sinnvoll und wünschenswert.

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Am Boden des Ricoh Theta m15 befinden sich der USB-Anschluss zum Laden und Datenaustausch, ein Gewinde im 1/4-Zoll-Format zur Montage an Stativen und Stativköpfen sowie eine kleine Reset-Taste zum Zurücksetzen des Gerätes. Der interne Flash-Speicher des Ricoh Theta m15 beträgt vier Gigabyte und ist nicht austausch- oder erweiterbar. Das reicht für rund 1.200 Standbilder und etwa 60 Minuten Videolaufzeit. Einen microSD-Kartenslot sucht man beim Ricoh Theta m15 vergebens.

Kein auswechselbarer Akku

Selbiges gilt auch für den Lithium-Ionen-Akku des Ricoh Theta: Der Energiespeicher ist nicht auswechselbar und lässt sich nur durch ein USB-Kabel wieder mit ausreichend Saft füttern. In der Praxis sind so knapp 200 Fotos und 60 Minuten Videomaterial pro Akkuladung möglich. Zu umständlich, zu wenig und alles andere als praktisch.

FullHD-Videos nur bei 15 fps

Hochauflösende Videos im 1080p-Format sind nur bei 15 fps möglich. Das liegt deutlich unter dem Durchschnitt und sorgt in der Praxis für alles andere als ruckelfreie Videosequenzen. Abstriche muss man auch bei der maximalen Aufnahmedauer machen, die bei drei Minuten begrenzt ist und den Komfort bei der Videoaufzeichnung zusätzlich mindert.

In Sachen Foto- und Videoqualität enttäuscht die Theta m15 auf ganzer Linie: Alle Ergebnisse wirken fast schon erstaunlich detailarm und unscharf. Die stolz beworbene ISO-Lichtempfindlichkeit von bis zu 1.600 ist nicht mehr wirklich praktikabel und auch Werte darunter weisen ein deutlich sichtbares Rauschverhalten auf.

Fazit

Teures Spielzeug, das kaum einen Mehrwert bietet. Die Qualität ist foto- und videoseitig so schlecht, dass man nicht lange Spaß am Ricoh Theta m15 haben wird. Der fest verbaute Akku, die geringe Speicherkapazität oder die fehlende Videoansicht in der Smartphone-App mindern den Eindruck des Ricoh Theta m15 nochmals. Schade, denn sowohl Design als auch Bedienung überzeugen.

Testbericht

5.6 Punktzahl

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Vorteile

  • puristisches und stylisches Design
  • vollsphärische Aufnahmen
  • leichte und schnelle Bedienung

Nachteile

  • Speicher nur vier Gigabyte groß und nicht erweiterbar
  • Bildqualität nur bei guten Lichtverhältnissen brauchbar
  • hohes Bildrauschen
  • kratzanfällige Linsen
  • FullHD-Videos nur bei 15 fps
  • keine Videoansicht auf Smartphone-App

Bewertung

  • Handhabung und Bedienung 82%
  • Akkulaufzeit 56%
  • Speicherkapazität 40%
  • Bildqualität 31%
  • Materialqualität 73%
Chris Westphal