iPhone X: Jubiläums-Smartphone von Apple kommt mit vielen Neuerungen

Zum zehnjährigen Geburtstag des iPhone präsentierte Apple am gestrigen Abend das neue Apple iPhone X. Das Apple iPhone X kommt mit zahlreichen Neuerungen daher und läutet sowohl technisch als auch optisch eine neue Smartphone-Generation des Herstellers Apple ein. Wir erläutern Spezifikationen, Innovationen und Neuerungen.


iPhone X: Viele Neuerungen unter und über der Haube

Apple iPhone X 2017.

Optisch macht das iPhone X dank neuem Formfaktor oder neuem Displaypanel bereits deutlich, dass es sich hier um ein völlig neuartiges Smartphone aus dem Hause Apple handelt. Das iPhone X verfügt über ein nahezu randloses Display, wie es beispielsweise beim Samsung Galaxy S8, LG G6, Essential Phone PH-1 oder Xiaomi Mii Mix bereits verbaut wird. Doch das Edge-to-Edge-Display des iPhone X füllt im Gegensatz zum Samsung Galaxy S8 und den meisten anderen Smartphones sogar den unteren und oberen Bildschirmbereich aus – lediglich eine kleine Leiste mit Kameras und Sensoren am oberen Bildschirmrand nimmt einen kleinen Displaybereich ein. Die jeweiligen Statusanzeigen für Uhrzeit, Netzempfang, WLAN und Co. sind jeweils links und rechts von der Aussparung platziert. Aufgrund des großen Displays musste nunmehr auch die berühmte Home-Taste (Home Button) weichen – beim iPhone X geht der Menüwechsel unter anderem durch Streich- und Wischgesten vonstatten und statt Fingerabdrucksensor (Touch ID) wird das neueste iPhone durch eine intelligente Gesichtserkennung (Face ID) entsperrt. Die Apple-eigene Sprachsteuerung Siri wird durch einen längeren Druck am Einschaltknopf des rechten Rahmens aufgerufen.

Key Features: iPhone X (2017)

  • Preis: ab 1.149 Euro
  • Speicherkapazität: 64 GB oder 256 GB
  • Farben: Silber oder Space Grau
  • randloser, 5,8 Zoll großer OLED-Bildschirm
  • 2436 x 1125 Pixel bei 458 ppi
  • Bildschirmhelligkeit: 625 cd/m²
  • 3D Touch und IP67 klassifiziert
  • Unterstützung für Dolby Vision und HDR10
  • Edelstahl-Rahmen und Glas-Rückseite
  • Face ID ersetzt Touch ID (kein Home Button)
  • A11 Bionic Chip und iOS 11
  • 12-Megapixel -Dual-Kamera (rückseitig)
  • 7 Megapixel-Kamera (frontseitig)
  • Portrait-Modus für beide Kameras
  • Portrait-Licht für beide Kameras
  • duale, optische Bildstabilierung
  • 4k-Aufnahme bei bis zu 60 fps
  • TrueDepth Kamera und Animoji
  • Lightning-Connector, Wireless Charging (Qi-fähig)
  • Fast Charging (in 30 Minuten bis zu 50 % laden)
  • AirPower (optionale Ladematte für bis zu drei Geräte)

In Sachen Displaygröße kommt das iPhone X mit einem 5,8 Zoll (14,7 Zentimeter Bilddiagonale) großen Super Retina Display daher – eine kleinere Variante bietet Apple ab Marktstart nicht an. Dennoch: Mit Abmessungen von 143,6 Millimetern in der Höhe, 70,9 Millimetern in der Breite und 7,7 Millimetern in der Tiefe ist das iPhone X nur unwesentlich größer als das herkömmliche iPhone 7 (138,3 x 67,1 x 7,1 mm) oder iPhone 8 und verfügt dennoch über ein größeres Display als das iPhone 7 Plus mit 5,5 Zoll Displaygröße. Farblich ist das iPhone X in zwei Varianten – in Silber oder Space Grau – erhältlich. Der Rahmen ist nicht mehr aus Aluminium, sondern aus Edelstahl gefertigt – ganz so, wie man es von den teureren Modellreihen der Apple Watch kennt. Die Rückseite des iPhone X ist nicht mehr durch eine Aluminium-Abdeckung, sondern durch Glas bedeckt. Wasserdicht ist das iPhone X natürlich auch – Apple gibt für das Jubiläums-iPhone eine IP67-Schutzklasse an, was im richtigen Sinne lediglich Schutz gegenüber kurzweiligem Untertauchen bietet.

iPhone X iPhone 7 iPhone 7 Plus
Displaygröße 5,8 Zoll 4,7 Zoll 5,5 Zoll
Displaydiagonale 14,7 Zentimeter 11,94 Zentimeter 13,94 Zentimeter
Höhe 143,6 Millimeter 138,3 Millimeter 158,2 Millimeter
Breite 70,9 Millimeter 67,1 Millimeter 77,9 Millimeter
Tiefe 7,7 Millimeter 7,1 Millimeter 7,3 Millimeter
Gewicht 174 Gramm 138 Gramm 188 Gramm

Erstmals setzt Apple bei einem iPhone auf die vielversprechende OLED-Technologie, die sich durch einen geringen Energieverbrauch, kräftige Farben, tiefes Schwarz und gute Kontraste selbst bei schrägem Blickwinkel auszeichnet. Die Helligkeit des Displays liegt laut Hersteller bei 625 cd/m². Mit einer Auflösung von 2436 x 1125 Pixeln (Seitenverhältnis von 18,5:9) und einer entsprechenden Pixeldichte von 458 ppi ist das iPhone X bestens für hochauflösenden Content gewappnet. 3D Touch im Display, eine fettabweisende Displaybeschichtung und ein laut Apple noch stabileres Displayglas dürfen im Portfolio der neuesten iPhone-Generation nicht fehlen. Abseits davon bietet das HDR-fähige Display des iPhone X ein Kontrastverhältnis von einer Million zu eins und unterstützt Dolby Vision und HDR10. Wie beim iPad Pro sorgt das TrueTone-Display des iPhone X für eine knallige Farbdarstellung und einen äußerst guten Weißabgleich.

Face ID und: Umfangreiche Sensorik entsperrt das iPhone X

Die Idee einer Gesichtserkennung ist natürlich nicht neu – Apple führt die Gesichts-Authentifizierung im Vergleich zur Konkurrenz recht spät ein. Dennoch geht Apple einen Schritt weiter und nutzt nicht allein eine herkömmliche Kamera zum Entsperren, sondern greift vielmehr auf ein umfängliches Kamera- und Sensorsystem (TrueDepth-Kamerasystem) zurück. So dienen unter anderem 7-Megapixel-Frontkamera, Punktprojektor, Infrarotkamera sowie ein Infrarotbeleuchter gemeinsam mit dem neuen A11 Bionic Chip für eine Kartographierung des Gesichts. Die Folge: Im Vergleich zu allen bisherigen Systemen soll die Gesichtserkennung des iPhone X noch zuverlässiger und sicherer arbeiten. Face ID projiziert mehr als 30.000 unsichtbare IR-Punkte und erstellt so ein Gesichtsmodell des Benutzers. Das wiederum führt dazu, dass – was bei vielen anderen Smartphones der Fall ist – allein eine Fotografie des Gesichts oder eine Maske zum Entsperren des iPhone X nicht ausreichen sollte. Die Daten des Gesichts werden laut Apple in einem sicheren, lokalen Bereich des Telefons abgespeichert und werden nicht an eine Cloud übermittelt. Ein weiterer Vorteil der Gesichtserkennung des iPhone X: sie funktioniert dank des Infrarot-Beleuchters auch bei Nacht bzw. Dunkelheit.

Beim neuen Apple iPhone X kommt der neue Apple A11 Bionic Prozessor zum Einsatz. Dieser soll gegenüber dem A10-Prozessor des Vorgängers nicht nur schneller, sondern auch effizienter arbeiten. Zum Arbeitsspeicher des iPhone X macht Apple wie gewohnt keinerlei Angaben – mutmaßlich wird das iPhone X über einen Arbeitsspeicher von drei Gigabyte verfügen. Durch den neuen Prozessor und das energieeffiziente OLED-Display soll das Apple iPhone X gegenüber dem Apple iPhone 7 deutlich an Akkulaufzeit gewonnen haben – Apple verspricht, dass das iPhone X eine um zwei Stunden verlängerte Akkulaufzeit aufweist.

Kameraverbesserungen: Selfie-Tiefenschärfe und Porträtlicht

Die rückseitige, 12-Megapixel-Dual-Kamera ist beim Apple iPhone X im Vergleich zum Apple iPhone 7 Plus und zeitgleich vorgestelltem Apple iPhone 8 Plus nicht mehr horizontal, sondern vertikal angeordnet. Laut Apple wartet die Kamera des iPhone X mit Verbesserungen in Sachen Autofokus, Low-Light-Performance sowie Optimierungen in Sachen HDR-Aufnahme auf. Die Portrait-Funktion des iPhone 7 Plus und iPhone 8 Plus ist auch beim iPhone X integriert und sorgt für tolle Aufnahmen mitsamt Tiefenschärfe-Effekt. Neu und lediglich dem iPhone X vorbehalten: Die Tiefenschärfe-Funktion gibt es nicht nur bei der rückseitigen, sondern auch bei der frontseitigen Kamera. Somit können auch Selbstporträts mit Tiefenschärfe-Effekt dank der 7-Megapixel-TrueDepth-Kamera erzeugt werden, was Influencer und Selfie-Freunde besonders überzeugen dürfte. Die Bildstabilisierung ist nunmehr dual ausgeführt und funktioniert daher auch beim optischen Zoom. Neu und einzig dem iPhone X vorbehalten ist auch der Porträtmodus mitsamt Porträtlicht: Sowohl bei der front- als auch rückseitigen Kamera können jeweils fünf verschiedene Beleuchtungsstile ausgewählt und aufgezeichnet werden – das wiederum soll sich auf die Bildwirkung positiv auswirken und „dramatische Studiobeleuchtungseffekte“ ermöglichen.

Animojis: Animierte Emojis mit eigenen Gesichtsbewegungen

Unterhaltsam, cool und einfach überraschend sind die neuen Animojis, die Apple mit dem iPhone X einführt. Dabei handelt es sich nicht einfach um animierte Emojis, sondern um animierte Emojis, die sogar mit eigenen Gesichtsbewegungen erstellt und verschickt werden können. In Zusammenspiel mit A11 Bionic erfasst und analysiert die TrueDepth Kamera über 50 verschiedene Gesichtsmuskelbewegungen und animiert diese anschließend in einem Dutzend unterschiedlicher Animojis, darunter ein Panda, ein Einhorn und ein Roboter. Erhältlich als auf iPhone X vorinstallierte iMessage App, können Kunden Animoji-Nachrichten mit ihrer Stimme aufnehmen und versenden, die lächeln, die Stirn runzeln und vieles mehr.

Wireless Charging: Endlich!

Wireless Charging ist zwar keine Apple-gemachte Innovation, dennoch überzeugt das iPhone X – wie auch das iPhone 8 und iPhone 8 Plus – durch eine kabellose Ladelösung namens AirPower. Positiv ist, dass Apple nicht auf einen proprietären Wireless Charging-Standard setzt. Stattdessen sind die neuen iPhones mit den gängigen Qi-Ladematten kompatibel. Künftig wird Apple auch eine hauseigene Lademöglichkeit anbieten, so dass auf einem großzügigen Ladebereich nicht nur ein iPhone 8, iPhone 8 Plus oder iPhone X, sondern zugleich auch die Apple Watch oder die AirPods geladen werden können. Insgesamt können bis zu drei Geräte gleichzeitig kabellos mit Energie versorgt werden. Doch Achtung: AirPower wird lediglich mit der neuen Apple Watch Series 3 kompatibel sein. Wer darüber hinaus die AirPos mit kabellosem Strom versorgen möchte, benötigt ein optionales, Qi-fähiges Ladecase für die AirPods. Abseits davon bietet das Apple iPhone X natürlich auch Fast Charging an – somit kann das iPhone in nur 30 Minuten auf bis zu 50 % Ladekapazität geladen werden.

Mehr dazu: Wireless Charging für das Apple iPhone 8 und iPhone X

Preise haben es in sich

In Sachen Speicherkapazität wird das Apple iPhone X in zwei verschiedenen Varianten – 64 Gigabyte und 256 Gigabyte – erhältlich sein. Die Preise des Jubiläums-Modells haben es allerdings in sich. Das iPhone X ist ab 1.149,- Euro erhältlich. Für die größere Speichervariante mit 256 Gigabyte werden satte 1.319,- Euro fällig. Für das freiwillige Apple Care+ – daher für den auf zwei Jahre erweiterten Support und Schutz bei unabsichtlicher Beschädigung – berappt das Unternehmen aus Cupertino zusätzliche 229,- Euro. Das Apple iPhone X kann ab Freitag, dem 27. Oktober 2017 vorbestellt werden und ist ab 03. November 2017 erhältlich.

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